
Chräje-n-un Gwaage
BaldSoonCourtesy onomato künstlerverein
Kennt jemand nur drei Vögel, heißt es, die Krähe ist einer davon. Krähen sind unübersehbar, nicht zu überhören und allgegenwärtig zumindest in der nördlichen Hemisphäre: es gibt sie in jeder Klimazone, jedem Terrain, in der entlegensten Wildnis so gut wie in den Städten. Jeder kennt Krähen, und (fast) jeder hat eine Krähengeschichte zu erzählen oder eine Geschichte mit Krähen.
Uns fällt kein anderer Vogel ein, kein anderes Geschöpf aus dem Tierreich, welches die menschliche Vorstellungskraft so andauernd, weiträumig und im Ergebnis vielfältig inspirierte wie Krähen und Raben.
Seit 2023 sind Kaiser und Schütz daran, ihr Material in einer Rauminstallation zu verbinden: in einer mehrstündigen, literarischen Projektion – mit Zitaten aus Zeiten und Kulturkreisen, unterlegt mit Tonaufnahmen von Krähen und Raben und auf der Gegenseite in einer Projektion mit Fotos von ihnen.
Es ist ein Versuch, in unterschiedlichen Bildfolgen sichtbar zu machen, was an ihnen fasziniert.
Ums Fliegen geht es, um Rhythmus, Schweben, um klare oder verwischte Spuren am Tag und in der Dämmerung.