



Way above and deep below
AktuellNowInstallationsansicht, Co Westerik, Way above and deep below, Jahn und Jahn, München, 2026
In einer unwirklichen Landschaft stehen Grashalme wie einzelne Pinselstriche vor einem scharf gezogenen Horizont. Die reduzierte Szene könnte aber ebenso die Nahaufnahme eines liegenden Körpers sein, der an der Horizontlinie mit seiner Umgebung in Berührung kommt. Die aufgestellten Haare bilden dabei eine Art sensorischen Übergang – vom Innenraum der Wahrnehmung in eine unspezifische Außenwelt.
Im Werk des niederländischen Malers Co Westerik (1924–2018) finden sich zahlreiche solcher Bilder, in denen die Grenzen der Bildgattungen verschwimmen, in denen Portrait, Körper- und Landschaftsbild scheinbar fliessend ineinander übergehen. Dieses phantastische Moment entsteht nicht durch die Darstellung von Unbekanntem, sondern durch eine Verschiebung der Wahrnehmung selbst – im Blick auf alltägliche Szenen.