Jeewi Lee. Residual Memories

BaldSoon
11. September 2026 – 5. April 2027
VernissageOpening: Donnerstag, 10. September 2026, 19:00 Uhr

Jeewi Lee (*1987 in Seoul, Südkorea) erhält den Gasag Kunstpreis 2026. Die von der Gasag initiierte Auszeichnung wird seit 2010 in Kooperation mit der Berlinischen Galerie vergeben. Die Partner ehren mit dem Preis alle zwei Jahre eine herausragende künstlerische Position an der Schnittstelle von Kunst, Wissenschaft und Technik.

Die Preisträgerin arbeitet in ihrer künstlerischen Praxis mit ortsspezifischen Installationen, Skulpturen, Bildserien und Interventionen. In ihren Werken verwendet sie oft einfache, scheinbar wertlose Materialien und Artefakte, in die sich Zeit, Erinnerung und Vergänglichkeit als Spuren eingeschriebenen haben. Diese Spuren bilden den Ausgangspunkt ihrer künstlerischen Forschung. In ihr verschmelzen wissenschaftliche Materialanalysen mit Aspekten taoistischer Philosophie und individueller Mythologie zu poetischen, meditativen Bildwelten.

Die Installation in der Berlinischen Galerie widmet sich dem Thema Sand als einer der weltweit wichtigsten, aber zunehmend knapper werdenden Ressourcen. Mit der Ausstellung setzt die Preisträgerin ihre 2024 begonnene Werkreihe ›Field of Fragments‹ fort und erweitert sie mit neuen Werken zu einer immersiven Gesamtinstallation. Ausgangspunkt ist die künstlerische Untersuchung einzelner Sandkörner globaler Küstenregionen, die Jeewi Lee scannt, als Computermodelle verarbeitet und bis tausendfach vergrößert in unterschiedlichen Formaten zu Skulpturen und Bildern modelliert.

Jeewi Lee studierte von 2008 bis 2014 Malerei an der Universität der Künste Berlin sowie am Hunter College in New York. Seit 2015 wurde sie in zahlreichen nationalen und internationalen Ausstellungen gezeigt. 2018 erhielt sie den Kunstpreis Villa Romana sowie 2021 den Kunstpreis Junger Westen und 2025 das Stipendium Villa Aurora. Jeewi Lee lebt und arbeitet in Berlin.

Mit dem Gasag Kunstpreis ist eine ortsspezifische Ausstellung in der Berlinischen Galerie und eine Publikation verbunden. Die Ausstellung findet im Rahmen der Berlin Art Week 2026 statt.

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