SPACE BEE FREEDOM

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Jonas Burkhalter
10. September – 7. November 2026

Courtesy Stampa

Mit SPACE BEE FREEDOM präsentiert STAMPA eine Ausstellung des Schweizer Künstlers Jonas Burkhalter (*1983), der sich in seinem Werk mit Fragestellungen komplexer Systeme und deren visueller Darstellung beschäftigt. Komplexität versteht Burkhalter, der konzeptuell und medienübergreifend arbeitet, als natürlicher Zustand gewachsener Systeme – als Resultat von Vernetzung, Wechselwirkungen und gegenseitigen Abhängigkeiten.

Das Ausgangsmaterial seiner Arbeiten, die sich zwischen systemischer Strenge und offener Lesbarkeit bewegen, entstammt industriellen Produktionsprozessen und ist von Effizienz, Serialität und Verfügbarkeit geprägt. Mittels neuer digitaler Herstellungsverfahren, wie dem 3-D-Druck, konstruiert er komplex strukturierte Wandobjekte und urbanistische Landschaften: Futuristische Werkexperimente, deren Materialität und Farbigkeit im grösstmöglichen Kontrast zu seinen konzeptuellen Skulpturen aus Holz stehen. Als Wandreliefs oder frei im Raum positioniert, präsentieren sich diese als präzise konstruierte, minimalistische Objekte, deren materielle Prägnanz zurück zur Natur, zum Holz, zum Baum führt.

Hier schliesst sich der Kreis zu Burkhalters Landschaftsfotografien, in deren Zentrum mehr oder weniger unberührte 'natürliche Systeme' stehen: Atmosphärisch dichte, assoziationsreiche Naturräume, die er auf Reisen an nicht selten entlegene Orte am Ende der Welt gefunden und mit der Grossbildkamera aufgenommen hat. An eben diesen interessieren den Künstler "die gewachsenen natürlichen Strukturen", die sinnlich erfahrbar sind, aber auch einen "Denkanstoss" bieten, da, wie er selbst sagt: "die Komplexität der Natur bei meiner prozessorientierten Arbeit eine wichtige Rolle spielt. Ich möchte begreifen, wie die Welt und ihre Systeme funktionieren."

Die Ästhetik von Burkhalters Arbeiten ergibt sich folglich aus dem Wechselspiel von konzeptuellem Kontext, Raum, Technik und vor allem Material, das er als Träger von Bedingungen und Möglichkeiten versteht. Als solches bestimmt es die Struktur und ästhetische Wirkung seiner Werke entscheidend mit. Ohne die Grenze zwischen Komplexität und Kompliziertheit zu überschreiten, soll deren innere Logik in sich konsistent und erkennbar bleiben. So schreibt sich der eigene Entstehungsprozess als sichtbare Spur und Erinnerung in die Werke ein und wird für den Betrachter nachvollziehbar.