







Maintenance 3
AktuellNowCourtesy Nicolas Krupp
Maintenance 3 stellt den prekären ontologischen Status von Kunstwerken (und Alltagsgegenständen) zur Schau.(1) Eigene Werke, Fragmente aus der Produktion, Ready-Mades, private Aufnahmen und Zeichnungen, die bis in Müllers Jugend zurückreichen, sind angeordnet wie in einem Studio-/Lagerraum. Es ist ein barockes Projekt, überbordend und hinfällig; kühle, auto-referentielle Dekonstruktion und Elegie über die Entropie. Die Vergänglichkeit jegliches symbolischen Systems und jeglichen kommunikativen lebensweltlichen Zusammenhangs schwebt über der Ausstellung. Sie feiert «Das dunkle Fest des Lebens» (Gerhard Meier).
Die Arbeiten an den Wänden geben Einblick in Müllers Interesse an der stetigen Re-Organisation und Re-Medialisierung einzelner Werkgruppen. Skulpturen tauchen als Zeichnungen auf, Filmstills und Fotos werden zu neuen Sinneinheiten montiert, visuell opulente «Mandala»-Paintings mit Dispersion geweisst. Es finden sich (auto-)aggressive Elemente. Die Werke im Raum operieren ähnlich: Auch sie entstammen diversen vergangenen Ausstellungskontexten, sind Fragmente aus bestehenden Werkzusammenhängen. Ein Verkehrshut aus einer Ausstellung ist halbiert und in Glas gegossen. Material eines Workshops mit Kindern liegt herum. Glänzende neue OBI-Eimer und Ballons reflektieren unseren Blick.