
Love Hate Eat
BaldSoonCredits: Elisabeth Windisch, Foto : Sophie Pölzl
Mit Love Hate Eat untersucht Elisabeth Windisch die widersprüchliche Beziehung zwischen Mensch und Tier. Im Zentrum stehen Fragen nach dem Miteinander, dem Konsum und der gesellschaftlich konstruierten Grenze zwischen Mensch und Tier.
Der Titel verweist auf Hal Herzogs Standardwerk zur Anthrozoologie, das sich mit den ambivalenten Beziehungen zwischen Menschen und anderen Lebewesen beschäftigt. Die Ausstellung verbindet diese Perspektive mit Fragestellungen des Ökofeminismus und der Verbraucherethik. Dabei hinterfragt Windisch die anthropozentrische Sicht auf das Leben und damit die in der Moderne konstruierte Dichometrie von Kultur als menschlicher Sphäre und Natur als animalischer Sphäre sowie deren Auswirkungen auf unsere heutige Gemeinschaft.
Ausgehend von traditionellen Wiener Handwerkstechniken wie dem Kürschnergewerbe oder der Stuckmarmormanufaktur überführt Windisch Materialien und ihre historischen Einschreibungen in eine zeitgenössische, bisweilen ironisch gebrochene Bildsprache. Autobiografische Elemente und gesellschaftliche Beobachtungen verbinden sich dabei zu einer humorvollen Auseinandersetzung mit den Widersprüchen des modernen Menschseins.