
Resonant Shores
BaldSoonImage: Alex da Silva, My Name Is Nobody, each 70 cm x 50 cm, 2018
Resonant Shores – Where Histories and Herstories Meet begann mit einer Begegnung. Die Ausstellung wurde durch einen Besuch der Ausstellung Morabeza Is a Joke bei Zero Point Art in Mindelo, Cabo Verde, inspiriert. Die Arbeiten des kapverdischen Künstlers Alex da Silva eröffneten einen Dialog über Diaspora, Zugehörigkeit, Identität und die miteinander verflochtenen Geschichten des Atlantiks.
Im Zentrum der Ausstellung stehen drei Gemälde aus Alex da Silvas Serie My Name Is Nobody (2018). Anstatt lediglich als historische Bezugspunkte zu dienen, werden diese Arbeiten zu Ausgangspunkten für Gespräche zwischen Künstler:innen, deren Praktiken von unterschiedlichen kulturellen, geografischen und biografischen Erfahrungen geprägt sind.
Die Ausstellung bringt Künstler:innen aus Hamburg und Cabo Verde zusammen – darunter Alex da Silva, Benito JR Lopes, Tolani Abayomi, Dilberay Köle, Carola Deye und den Munaimanta Choir. Gemeinsam erkunden sie, wie Erinnerung, Migration, Ort, Identität und künstlerische Praxis über unterschiedliche Küsten hinweg miteinander in Resonanz treten.
Resonant Shores versteht Küstenlinien nicht als Grenzen, sondern als Orte der Begegnung. Es sind Orte, an denen Menschen ankommen und aufbrechen, Kulturen sich überlagern und Geschichten sich fortwährend weiterentwickeln. Der Untertitel Where Histories and Herstories Meet verweist auf das Anliegen des Projekts, offizielle historische Erzählungen mit persönlichen Erinnerungen und bislang wenig beachteten Erfahrungen in einen Dialog zu bringen.
Anstatt diese Erzählungen voneinander zu trennen, begreift die Ausstellung sie als wechselseitig miteinander verbunden. Sie macht sichtbar, wie individuelle Lebensgeschichten Geschichte prägen, ebenso wie Geschichte die Lebenswege einzelner Menschen formt.