Konzilium

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Hans Georg Esch
4. September – 24. Oktober 2026

Courtesy Martina Kaiser Cologne Contemporary Art

Die Galerie Martina Kaiser freut sich auf eine ganz besondere Präsentation im Rahmen der DC Open 2026: In seiner ersten Einzelausstellung wird Hans Georg Esch ausgewählte Arbeiten in den Räumen der Galerie präsentieren. Mit „Konzilium“ eröffnet der Künstler, der als renommiertester Architekturfotograf der Welt gilt, einen spektakulären Trialog zwischen drei bedeutenden Kathedralen.

Sie sind Insignien abendländischer Baukultur und Wahrzeichen mit weltweiter Strahlkraft: Der Dom zu Köln, Notre Dame de Paris und die Sagrada Família in Barcelona. In „Konzilium“ spürt Hans Georg Esch der architektonischen DNA dieser ikonischen Bauwerke nach und reichert sie um völlig neue Perspektiven an.

Durch unzählige Ablichtungen und persönliche Besichtigungen fest im Gedächtnis verankert und somit in Konnotation und Erinnerung zementiert, verfügen der Kölner Dom, Notre Dame und die Sagrada Família über prägnante Distinktionsmerkmale – und einen dadurch induzierten hohen Wiedererkennungswert. Doch „kennen“ wir diese Bauten wirklich? Und könnten wir sie in Ausschnitten und Detailansichten tatsächlich voneinander unterscheiden?

Der Architekturfotograf Hans Georg Esch beweist mit seinen spektakulären Aufnahmen, dass unser Erkennungsvermögen trügerisch ist und de facto immer auf denselben Algorithmen basiert. Sehen wir das Gebäude als Ganzes, möglichst noch in frontaler Ansicht unter Hervorhebung signifikanter Bauelemente, fällt die Zuordnung leicht. Esch hingegen bricht mit den gängigen Parametern von Perspektive, Anschnitt, Fokussierung sowie Licht und erschafft damit bislang ungekannte Sichtweisen und Erfahrungsräume. Da, wo wir vorher aufrechte Fassaden gesehen haben, kreiert er ein horizontales Meer aus Strebewerken, Zinnen, Türmen und Rosetten. In der Umkehrung kleidet er die Innenräume der Kathedralen mit ihren weitläufigen Langschiffen und den polygonalen Hochchören mittels Wahl der Luftperspektive in eine nahezu wahnwitzige Vertikalsprache, die unsere Kognition vor veritable Herausforderungen stellt. Dafür greift er auf eine eigens von ihm konzipierte Drohnentechnik zurück, die er als erster Künstler überhaupt im Inneren des Kölner Doms einsetzen durfte.