
Kyiv Biennial. A Bird That Cannot Land
AktuellNowCourtesy KW Institute for Contemporary Art
„… der Sinn, mit dem wir uns in der realen Welt orientieren […] wird zerstört.“
Hannah Arendt, „Wahrheit und Politik“
Die Kyiv Biennial ist ein nomadisches, internationales Projekt, das künstlerische, politische und soziale Fragen miteinander verwebt. Das in den KW stattfindende Kapitel der Biennale,
, besteht aus einem umfangreichen Ausstellungs-, Live- und Diskursprogramm, das sich über das gesamte Gebäude erstreckt und die Reflexionen der Biennale durch zeitgenössische Kunst, Klang und Austausch erweitert.
Vor dem Hintergrund sich verändernder politischer Realitäten stellt
das Konzept eines „Middle-East-Europe“ sowie dessen von Kriegen, Kolonialismus und Imperialismus geprägte Geschichte in den Mittelpunkt. Wiederkehrende Konflikte reißen alte Wunden auf und stellen unser Verständnis von geteilten Erfahrungen, gemeinsamer Sprache und gemeinsamen Vorstellungen auf die Probe. Sowohl die Ausstellung als auch das Live- und Diskursprogramm verknüpfen das postsowjetische Osteuropa mit Zentral- und Südwestasien sowie mit dem Mittelmeerraum. Sie widmen sich dabei der Frage, wie wir in Zeiten von Kriegen, Unsicherheit und Entfremdung Bedeutung schaffen und Zugehörigkeit erfahren können. Die Biennale bewegt sich im Kontext von Realitäten, in denen Bedeutungskontinuitäten unterbrochen sind, und versteht das innere und äußere Exil als einen zentralen Zustand des heutigen Lebens.
Night Without Shadows and Light Without Rippling of Waves
, 2025. Courtesy die Künstlerin. Installationsansicht der Ausstellung
Kyiv Biennial – A Bird That Cannot Land
in den KW Institute for Contemporary Art, Berlin 2026. Foto: Frank Sperling.
, 2024. Courtesy die Künstlerin. Installationsansicht der Ausstellung
Kyiv Biennial – A Bird That Cannot Land
in den KW Institute for Contemporary Art, Berlin 2026. Foto: Frank Sperling.
möchte Räume schaffen, in denen miteinander verflochtene Vergangenheiten und Gegenwarten hörbar werden und bestehende Erzählungen und Wahrnehmungen von Geografien, Geschichte und Realitäten hinterfragt werden können. Die Biennale präsentiert über 40 internationale Stimmen verschiedener Generationen, aus Berlin und weiteren Orten. Die gezeigten Arbeiten spiegeln gelebte Erfahrungen wider, die von Brüchen, Migrationserinnerungen, deren affektiven Architekturen und den historischen Spuren geprägt sind, die sowohl in Körpern als auch in den Räumen fortbestehen, die wir bewohnen.
, 1970. Courtesy Sammlung des Museum of Modern Art in Warsaw. Installationsansicht der Ausstellung
Kyiv Biennial – A Bird That Cannot Land
in den KW Institute for Contemporary Art, Berlin 2026. Foto: Frank Sperling.
Das Live-Programm der Kyiv Biennial entfaltet sich in vielfältigen Formaten und setzt Berlins diasporische Gemeinschaften in Beziehung zu translokalen künstlerischen Praktiken. Im Zentrum steht eine Woche aus Konzerten und Performances in der Halle der KW, die sich der politischen und emotionalen Kraft von Musik durch die Präsentation diverser klanglicher Praktiken und Gesangstraditionen widmet. Ergänzt wird dies durch eine Reihe von Listening Sessions, die geopolitische Perspektiven auf Sound eröffnen. Prozessorientierte Ansätze durchziehen das gesamte Programm und verstehen Vielstimmigkeit als ästhetische und gemeinschaftliche Praxis kollektiver Resilienz.
Abdullah Miniawy, Adam Hanieh, Alona Karavai, Anna Ehrenstein und Yara Mekawei, Anna Zvyagintseva, Anton Kats und die Grounded Outer Space People, Assaf Gruber, Aykan Safoğlu, Azar Mahmoudian, Bulgarian Voices Berlin, Dana Kavelina, Eda Aslan, Farahnaz Sharifi, Fehras Publishing Practices, Flaka Haliti, Geta Brătescu, Gulnur Mukazhanova, Heinali und Andriana-Yaroslava Saienko, Hito Steyerl, Hiwa K, Ihor Tsymbrovsky, Ivan Krastev, Joyce Joumaa, Julia Cimafiejeva, Katarina Gryvul, LABOUR (Farahnaz Hatam & Colin Hacklander), Lesia Vasylchenko, Lida Abdul, Lucia Kagramanyan, Madina Tlostanova, Majd Abdel Hamid, Mona Hatoum, Nazanin Noori, Neda Saeedi, Nour Sokhon, Oleksiy Radynski, Philipp Goll, Samia Halaby, Saodat Ismailova, Sattar Stas Shärifullá und Ziliä Qansurá , Seyyare – Anatolian Women’s Choir, Stefaniia Bodnia und Jack Dove, Tjan Zaotschnaja, Tolia Astakhishvili, Ulrike Herrmann, Wafaa Saied
Im Jahr 2025 fand die Kyiv Biennial über Europa verteilt statt und umfasste eine Reihe von Ausstellungen und Veranstaltungen, unter anderem im Museum of Modern Art in Warschau, im M HKA in Antwerpen, im Dnipro Center for Contemporary Culture, im Dovzhenko Centre in Kyjiw und im Lentos Kunstmuseum Linz.
greift die Themen dieser verschiedenen Stationen der Biennale aus dem Jahr 2025 auf und führt sie weiter.
Kuratorisches Team der KW:
Kuratorin: Sofie Krogh Christensen
Assistenzkuratorin: Linda Franken
Ausstellungsassistenz: Radia Soukni
Live Kuratorin: Lorena Juan
Live Assistenzkurator: Nikolas Brummer
Live Programm Assistenz: Saba Bagheri
Diskursprogramm Kurator: Vasyl Cherepanyn
Diskursprogramm Assistenz: Triin Metsla
Erweitertes Kuratorisches Team:
Vasyl Cherepanyn, Visual Culture Research Center (VCRC), Kyjiw
Emma Enderby, KW Institute for Contemporary Art, Berlin
Nav Haq, M HKA – Museum of Contemporary Art Antwerp
Sarah Jonas, Lentos Kunstmuseum Linz
Serge Klymko, Visual Culture Research Center (VCRC), Kyjiw
Magda Lipska, Museum of Modern Art in Warsaw
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, Filmstill, 2026. Courtesy die Künstlerin. Installationsansicht der Ausstellung
Kyiv Biennial – A Bird That Cannot Land
in den KW Institute for Contemporary Art, Berlin 2026. Foto: Frank Sperling.
, Video Still, 2008. Courtesy die Künstlerin und Giorgio Persano Gallery. Installationsansicht der Ausstellung
Kyiv Biennial – A Bird That Cannot Land
in den KW Institute for Contemporary Art, Berlin 2026. Foto: Frank Sperling.
I SHOUT, YOUR ECHO BOUNCE, WHAT AM I?
, 2023. Courtesy Christine König Galerie, Wien, Deborah Schamoni, München und die Künstlerin. Installationsansicht der Ausstellung
Kyiv Biennial – A Bird That Cannot Land
in den KW Institute for Contemporary Art, Berlin 2026. Foto: Frank Sperling.
, 2006–07. Courtesy Mona Hatoum Foundation. Installationsansicht der Ausstellung
Kyiv Biennial – A Bird That Cannot Land
in den KW Institute for Contemporary Art, Berlin 2026. Foto: Frank Sperling.
, Video Still, 2024–25. Courtesy der Künstler © Assaf Gruber und Cask Films. Installationsansicht der Ausstellung
Kyiv Biennial – A Bird That Cannot Land
in den KW Institute for Contemporary Art, Berlin 2026. Foto: Frank Sperling.
, 2024. Courtesy der Künstler (rechts). Installationsansicht der Ausstellung
Kyiv Biennial – A Bird That Cannot Land
in den KW Institute for Contemporary Art, Berlin 2026. Foto: Frank Sperling.
, 2024. Courtesy die Künstlerin, Andrew Kreps Gallery, New York und Esther Schipper, Berlin/ Paris/Seoul (rechts). Installationsansicht der Ausstellung
Kyiv Biennial – A Bird That Cannot Land
in den KW Institute for Contemporary Art, Berlin 2026. Foto: Frank Sperling.
Hito Steyerl & Philipp Goll,
, 2026. Courtesy die Künstler*innen. Installationsansicht der Ausstellung
Kyiv Biennial – A Bird That Cannot Land
in den KW Institute for Contemporary Art, Berlin 2026. Foto: Frank Sperling.
, 2026. Courtesy die Künstlerin. Installationsansicht der Ausstellung
Kyiv Biennial – A Bird That Cannot Land
in den KW Institute for Contemporary Art, Berlin 2026. Foto: Frank Sperling.
, 2026. Courtesy die Künstlerin. Installationsansicht der Ausstellung
Kyiv Biennial – A Bird That Cannot Land
in den KW Institute for Contemporary Art, Berlin 2026. Foto: Frank Sperling.