









RESILIENCE
AktuellNowiros.gallery freut sich, Resilience zu präsentieren, eine Zwei-Personen-Ausstellung mit Byeonghyeon Jeong und Natalia Zourabova. An der Schnittstelle von performativer Arbeit und intuitiver Farbe lädt die Ausstellung zu einer nachhaltigen Reflexion über die fundamentale Kraft ein, die das menschliche Leben trägt — die Fähigkeit, sich zu erholen, neu zu beginnen und dem, was sich der Sprache widersetzt, eine Form zu geben.
Die beiden Künstler arbeiten in unterschiedlichen visuellen Sprachen, teilen jedoch eine gemeinsame Ausrichtung: Beide verwandeln die Materialien und Räume, die ihnen am nächsten sind, in Orte innerer Auseinandersetzung. Für Jeong ist es die Oberfläche von Ohapji — traditionelles koreanisches Papier — die tausende Male mit einer Tätowiermaschine bearbeitet wird, bis das Verborgene zum Vorschein kommt. Für Zourabova ist es der häusliche Innenraum, mit Farbe aufgeladen, bis das Vertraute zu einem Feld explosiver Vitalität wird. Der eine gräbt aus; die andere sättigt. Gemeinsam zeichnen sie den vollen Bogen der Resilienz.
Byeonghyeon Jeong (geb. 1972, Cheongdo, Südkorea) malt nicht — seine Arbeit beruht auf einem einzigen Paradox: Verbergen und Enthüllen. Auf Ohapji — einer Form traditionellen koreanischen Papiers — trägt er Pigmente auf, die er aus der Natur gesammelt hat, und schichtet, gießt und streicht eine abstrakte Landschaft. Diese Oberfläche wird versiegelt und von einer Tätowiermaschine bearbeitet, die mit 20.000 bis 25.000 Schwingungen pro Minute vibriert. Verborgene Farben kollidieren mit dem, was verdeckt bleibt, und erzeugen das, was der Künstler „vieldeutige Landschaften" nennt. Das Ergebnis ist nie vorhersehbar. Während einer Residenz in Deutschland im Jahr 2024 konzentrierte sich Jeong ganz auf das Sehen — er nahm Farben wahr, die ihm zuvor unsichtbar waren — und wandte sich Goethes Farbenlehre als Rahmen für seine chromatische Erforschung zu. Was als körperliche Arbeit begann — die Verarbeitung vergangener psychischer Unterdrückung und des Verlustes seiner Partnerin — wurde allmählich zu einem stillen Ritual der Heilung. Jeong schloss sein Studium der Westlichen Malerei an der Yeungnam University, Korea, ab und hielt seine erste Einzelausstellung in Europa im Kunstmuseum Albstadt, Deutschland (2024). Seine Werke befinden sich in bedeutenden Sammlungen, darunter die Art Bank des Nationalmuseums für Moderne und Zeitgenössische Kunst (MMCA), Korea.
Natalia Zourabova (geb. 1975, Moskau, Russland; lebt und arbeitet in Tel Aviv) Natalia Zourabova (geb. 1975, Moskau, Russland; lebt und arbeitet in Tel Aviv) malt theatralische Gemälde — Bühnen, die auf ihre Zuschauer hin organisiert sind. Ausgehend von ihrem Hintergrund im Theaterdesign behandelt sie häusliche Innenräume nicht als darzustellende Objekte, sondern als Felder, die zerlegt und neu zusammengesetzt werden: Möbel werden zu Geometrie, Licht wird zur Farbfläche, Figuren werden zu Requisiten. Ihre Arbeit beginnt mit direkter Beobachtung und geht dann in die Vorstellungskraft über — Skizzen werden analysiert und reduziert, bis was bleibt eine Komposition von Beziehungen zwischen Form und Farbe, Oberfläche und Textur, Gewicht und Licht ist. Mit breiten Pinseln und manchmal ihren Fingern organisiert sie die Energie der gesamten Bildfläche durch kühne Komplementärkontraste. Wenn das Leben instabil wird, schließt sie die Ateliertür und stellt sich allein und ohne Kompromisse ihrer selbst. Das Ergebnis ist Malerei, die eine sensorische Ordnung konstruiert, die auf keine andere Sprache reduziert werden kann. Ihre Werke befinden sich in bedeutenden öffentlichen Sammlungen, darunter das Israel Museum und das Tel Aviv Museum of Art. Sie hat international ausgestellt, unter anderem im de Appel, Amsterdam.
iros.gallery ist eine zeitgenössische Galerie im Charlottenburg, Berlin, gegründet im November 2025. Mit dem Fokus auf Malerei und dem Ziel, den Dialog zwischen koreanischen und europäischen Künstlern zu fördern, bringt die Galerie eine internationale Perspektive in eines der etabliertesten Kulturviertel Berlins. Durch sorgfältig konzipierte Ausstellungen und aktive Teilnahme an der Berliner Kunstszene setzt sich iros.gallery dafür ein, aufstrebende Stimmen vorzustellen, deren Praxis mehr Aufmerksamkeit verdient. Resilience ist die vierte Ausstellung der Galerie.