Neues Ensemble
BaldSoonDie in Frankfurt am Main lebende Künstlerin Franziska Kneidl erhält den zweiten Horst Haas und Irene Haas-Scheuermann Kunstpreis der Heussenstamm-Stiftung. Die Preisurkunde wird ihr von der Kultur- und Wissenschaftsdezernentin Dr. Ina Hartwig, zugleich Vorstandsvorsitzende der Heussenstamm-Stiftung, überreicht.
Mit dem Preis würdigt die Heussenstamm-Stiftung Kneidls eigenständiges und vielschichtiges Werk, das sich an der Schnittstelle von Malerei, Skulptur und Raum bewegt. Aus bemalten und gefärbten Papier- und Folienbahnen entwickelt die Künstlerin lebensgroße, frei im Raum hängende Figuren und räumliche Gebilde. Durch Faltung, Drapierung und die Überführung der bemalten Fläche in den Raum entstehen fragile Körper, die zugleich körperlich präsent und merkwürdig immateriell wirken. Kneidls Arbeiten bewegen sich dabei zwischen Hülle und Körper, Bild und Skulptur, Verletzlichkeit und Widerstandskraft.
Im Rahmen der mit dem Preis verbundenen Ausstellung wird Franziska Kneidl in diesem Jahr erstmals eine über vier Meter hohe, begehbare Figur präsentieren, die eigens für die Räume der Heussenstamm-Stiftung entsteht. Ergänzt wird die Ausstellung durch eine neue Serie lebensgroßer Wandreliefs. Damit gibt die Künstlerin einen umfassenden Einblick in ihr aktuelles Schaffen und führt ihre Auseinandersetzung mit dem Verhältnis von Malerei, Körper und Raum weiter. Die Erweiterung ihrer Malerei in den dreidimensionalen Raum steht dabei ebenso im Mittelpunkt wie die Frage, wie sich Körper und Bild zueinander verhalten und gegenseitig bedingen.