
Kazuki Nakahara
BaldSoonCourtesy Galerie Inga Kondeyne
Nun in den Galerieräumen von Inga Kondeyne neuerlich präsent: Schöpfungen der Hand von Kazuki Nakahara – und jetzt auch in einem weiterreichenden wortwörtlichen Sinne, denn der Künstler hat (unter bewährter professioneller Hilfe im Hause Bethanien zu Berlin) aufwendig Papiere eigenhändig geschöpft/hergestellt, denen mit natürlichen Pigmenten gefärbte Kozo-Fasern (Maulbeerbaum) als Lineamente ,handmade’ eingepasst wurden, ehe diesen nun reliefartig anmutenden, mit Graten und Wulsten durchzogenen, leicht cremefarbenen Papieren alsdann per Graphit und Farbstiften zu Leibe gerückt wird. In mindestens einem Punkt der künstlerischen Vorgehensweise geht dabei eine nicht sogleich auffällige, aber bemerkenswerte prozesshafte Umkehrung vonstatten: Was bislang mit dem Kohlestift am Blatt als risikoreiche letzte (Stör-)Setzung vollzogen wurde, wandelt sich mit den im Papierpulp eingelassenen Kozo-Faserlinien nunmehr zur ersten – zur Voraus-Setzung allen weiteren Tuns. Das gilt auch für die handgeschöpften kleineren, fragmentartigen Exponate, die – den größeren beigesellt – nunmehr die Galeriewände als ,wunderliche ,Kleinode‘ besiedeln.