

A Colour We've Never Seen
AktuellNowA Colour We've Never Seen entstand aus Gesprächen über imaginierte Orte, vererbte Erinnerungen und emotionale Verbindungen zu Heimaten, die wir selbst nie vollständig erleben konnten.
Beide Künstler:innen kommen aus Hintergründen, die von Distanz, politischer Geschichte und fragmentierter Zugehörigkeit geprägt sind. Amy durch ihre armenischen Wurzeln und die Erfahrung einer Heimat, die heute vor allem durch Erinnerung und Geschichte existiert, und Navid durch seine tiefe Verbindung zum Iran, ein Ort, der eng mit Familie, Identität und Vorstellung verbunden ist, ihm jedoch bis heute physisch verschlossen blieb.
Während der Entwicklung der Ausstellung kehrte immer wieder der Gedanke zurück, dass bestimmte Orte lebendig in uns existieren können, ohne jemals wirklich gesehen worden zu sein. Nicht durch direkte Erinnerung, sondern durch Geschichten, Emotionen, Familiengeschichte, Medien und Sehnsucht.
Das Wort „Colour“ beziehungsweise „Farbe“ wurde wichtig, weil es gleichzeitig emotional, sinnlich und abstrakt wirkt. Eine Farbe kann vertraut erscheinen und sich dennoch niemals vollständig greifen oder beschreiben lassen. In diesem Sinne beschreibt der Titel den Versuch, sich etwas vorzustellen, das emotional nah und gleichzeitig physisch fern bleibt.
Anstatt einen konkreten Ort zu benennen, verweist der Titel auf eine innere Landschaft, die von Erinnerung, Imagination, Abwesenheit und Verbundenheit geprägt ist.