







WORDS
AktuellNowBernhard Strauss
Die Ausstellung «WORDS» versammelt Werke von Rosa Barba, Robert Barry, Tony Cokes, Bethan Huws, Daniela Keiser, Renée Levi, Jonathan Monk und Nora Turato, in denen Wörter selbst zum Material werden: als einzelne Begriffe, Sätze und Zeichen. Im Zentrum steht weniger Sprache als abstraktes System als vielmehr das Wort als sichtbare Einheit von Bedeutung: ein Element, das gesetzt, wiederholt, verschoben, gedruckt, gelesen und neu kontextualisiert werden kann. Seit der Konzeptkunst der 1960er-Jahre sind Wörter und sprachliche Zeichen zentrale Mittel, um Kunst vom sichtbaren Objekt in den Bereich von Idee, Handlung und Wahrnehmung zu erweitern. Für die Druckgrafik ist diese Entwicklung besonders prägend. Kaum ein anderes Medium verbindet die physische Präsenz von Material, Farbe und Träger so unmittelbar mit der Möglichkeit der Vervielfältigung und Verbreitung von Ideen. Gerade heute, in einer Zeit von Large Language Models, in der Wörter zu Werkzeugen und Bausteinen künstlicher Intelligenz geworden sind, stellt sich die Frage nach ihren Ursprüngen, Strukturen und materiellen Formen neu. In «WORDS» kehren Wörter zu ihren konkreten Erscheinungsformen zurück: zum Alphabet, zum einzelnen Begriff, zum Satz, zum Fragment, zur Spur und zum Zeichen.