
The Wall
AktuellNowFoto: Stefan Effenhauser
Eine der markantesten Eigenschaften des KloHäuschens am Westtor der Großmarkthalle ist seine Sichtschutzwand aus Glasbausteinen. Für The Wall verschwindet sie beinahe unter einer Vielzahl bunter Plastikobjekte.
Kinderspielzeug, Fundstücke und Gegenstände aus dem künstlerischen Arbeitsprozess werden von Annegret Bleisteiner aus ihrem ursprünglichen Zusammenhang gelöst und zu einem neuen Bild zusammengefügt. Alltag und Kunst, Innen und Außen, privat und öffentlich treffen aufeinander.
Cornelia Oßwald-Hoffmann schreibt über Bleisteiners Arbeit, sie habe sich „immer gewünscht“, eine Verbindung zu schaffen – zwischen Gegensätzen und zwischen „High and Low“. Genau diese Verbindung entsteht auch in The Wall: Das scheinbar Nebensächliche und Alltägliche wird zum Bild.
Die Plastikobjekte werden dabei zu Zeitkapseln. Sie bewahren Erinnerungen, Gebrauchsspuren und etwas von der Zeit, aus der sie stammen. Oßwald-Hoffmann spricht von einem „Panoptikum der Erinnerungen“ und davon, dass „alles“ miteinander verbunden ist.
So wird die Glasbausteinwand zugleich Bildträger, Archiv und Grenze – zwischen dem öffentlichen Raum der Großmarkthalle und dem kleinen, intimen Innenraum des KloHäuschens.
Zur Langen Nacht der Münchner Museen ist The Wall nicht nur von außen, sondern auch von innen zu erleben.