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vissi
Bröhan Museum
Bild Raum Bühne
Cesar Klein

Bild Raum Bühne

15. oktober 2026 – 29. märz 2027 · jetztnow

Bröhan Museum
schloßstraße 1a, 14059 berlin


Bild 1: Cesar Klein, Capri 10, 1914, Gouache, Nachlass Cesar Klein, Foto: Christoph Petras, art-repro.de Bild 2: Cesar Klein / Vereinigte Werkstätten für Mosaik und Glasmalerei Puhl & Wagner, Gottfried Heinersdorff, Akte in einer Landschaft, 1914, Glasmosaik auf Holz, Sammlung Esche, Foto: Fotostudio Karen Bartsch, Berlin Bild 3: Cesar Klein, Ahrenshoop II (Felsen am Meer), 1909, Öl auf Malpappe, Privatsammlung Berlin, Foto: Robert Dämmig, Ahrenshoop Bild 4: Cesar Klein, Komposition mit weiblichem Akt unter Palme, um 1919, Werkkarton für ein Glasfenster, Öl auf Kartonpapier, collagiert und auf Holzplatte aufgezogen, Berliner Privatsammlung, Foto: Dannenberg Auktionen Berlin Bild 5: Cesar Klein, Die Maske, 1928, Öl auf Leinwand, Sammlung Esche Bild 6: Cesar Klein, Raumentwurf „Sekthölle“ für das Künstlerfest „Maske und Palette“, 1914, Bleistift und Gouache auf Karton, Nachlass Cesar Klein

Cesar Klein (1876–1954) war ein moderner Universalkünstler, der die Grenzen zwischen freier und angewandter Kunst mit beeindruckender Vielseitigkeit überschritt. Sein Schaffen umfasste nicht nur Malerei und Grafik, sondern auch Innenarchitektur sowie die Gestaltung von Mosaiken, Glasfenstern, Möbeln und Porzellan. Darüber hinaus prägte er als Bühnenbildner und Filmausstatter das kulturelle Leben im Berlin der Weimarer Republik maßgeblich. Cesar Klein zählt zweifellos zu den bedeutendsten Vertretern der Berliner Moderne, sowohl in der freien Kunst als auch im angewandten Bereich. Dennoch wurde ihm in Berlin bisher keine monografische Ausstellung gewidmet. Der 150. Geburtstag des Künstlers bietet nun den Anlass, sein Schaffen mit einer groß angelegten Schau in Berlin zu würdigen. Als bildender Künstler wirkte Klein entscheidend an den wichtigsten Avantgardeströmungen der Vor- und Zwischenkriegszeit mit. 1910 gehörte er zu den ersten Mitgliedern der Neuen Secession, gemeinsam mit expressionistischen Künstlern wie Max Pechstein. Einen Ruf an das neu gegründete Bauhaus lehnte er 1919 ab. Stattdessen übernahm er die Leitung einer Klasse für Dekorationsmalerei an der Berliner Unterrichtsanstalt des Kunstgewerbemuseums, vertiefte seine Kontakte in die Kunst- und Theaterwelt und wurde in den 1920er Jahren zu einem gefragten Bühnenbildner und Raumgestalter – prägend sowohl für das expressionistische Theater als auch für die Formensprache des deutschen Art Déco. Während der NS-Zeit verlor Klein seine Professur, erhielt Malverbot und wurde als „entartet“ diffamiert; zahlreiche seiner Werke wurden aus öffentlichen Sammlungen entfernt. Ausschließlich im Bereich des Bühnenbilds konnte er weiterhin tätig bleiben. Nach dem Zweiten Weltkrieg wandte er sich erneut intensiv der Malerei zu und schuf ein eindrucksvolles Spätwerk.

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